Wissenswertes über Pferderassen

thumbnail

© Steve Baroch/123rf.com

Im Gegensatz zu anderen Tierarten, wie zum Beispiel bei Hunden oder Katzen, gibt es wesentlich weniger reinrassige Pferde. Durch gezielte Zuchtpaarungen hat der Mensch aktiv die Vermischung der ursprünglichen Pferderassen beeinflusst, um die Vorzüge der unterschiedlichen Pferdetypen miteinander zu kreuzen. Nur noch wenige natürliche Pferderassen sind auf der Welt anzutreffen, welche ohne den Einfluss des Menschen oder Vermischung mit anderen Rassen in ihrem Ursprungszustand belassen sind. Dazu zählen beispielsweise Araber, Berber oder auch die Islandponys.

Pferderassenund Rassepferde – Der Einfluss der gezielten Zucht

Der Mensch hat auf die Entwicklung der heutigen Pferderassen durch seine züchterischen Paarungen einen maßgeblichen Einfluss. Bei der Zucht wird nicht auf Reinrassigkeit geachtet, sondern die Eigenschaften des jeweiligen Pferdes stehen im Fokus. Züchter versuchen gezielt Erbgut miteinander zu vermischen, welches eine stetige Optimierung von unter anderem der Grundgangarten, der Arbeitswilligkeit oder dem allgemeinen Wesen verspricht. Besonders für den Reitsport wird auf das Einstreuen bekannter Top-Vererber geachtet, die mit ihrem Nachwuchs das gewünschte Zuchtziel erfüllen.Dieses unterscheidet die Pferdezucht entscheidend von anderen Zuchtgebieten, denn die Charakteristika einer Pferderasse stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Leistungsfähigkeit.

Definiert wird die Rassezugehörigkeit schlussendlich über das Stutbuch. Hier ist der Stammbaum eines Pferdes aufgeführt. Wenn beide Elternteile eines Fohlens in einem Stutbuch registriert sind, so wird der Nachwuchs in einem so genannten „geschlossenen“ Stutbuch aufgenommen. Offene Stutbücher enthalten Pferde, bei denen höchstens ein Elternteil bereits registriert ist.

Kategorisierung der Pferderassen

Hufeisen auf Holz

© Paweł Horosiewicz /123rf.com

Weltweit gibt es annähernd etwas mehr als 200 Pferderassen. Da bei Pferden allerdings die Leistung bzw. die Verwendung im Vordergrund steht, werden diese häufig nicht nach Rasse typisiert. In Großbritannien beispielsweise gibt es die sogenannten Hunter-Pferde. Der Hunter ist dabei allerdings keine Pferderasse, sondern umschreibt allgemein ein Jagdpferd – unabhängig von der Herkunft.

Da die Reinrassigkeit bei Pferden so nicht zwangsläufig gegeben ist, werden diese nach anderen Merkmalen kategorisiert: Abstammung, Charakter und Gebäude sind die ausschlaggebenden Kriterien für die Einteilung in die unterschiedlichen Typen. Diese sind in 4 Kategorien unterteilt:

  • Das Vollblut
    Vollblüter sind die majestätischen Pferdetypen. Ein feingliedriger, quadratischer Körperbau und ein zierlicher, eleganter Kopf sind die äußeren Merkmale dieser Pferde. Aufgrund ihres Erscheinungsbildes gelten Vollblüter als besonders edel. Sie sind schnell, wendig und ausdauernd. Außerdem gelten sie als besonders temperamentvoll und äußerst arbeitsfreudig. Zu den Vollblütern gehört in erster Linie der Vollblutaraber. Weiterhin gibt es das Englische Vollblut sowie den Anglo-Araber, eine Kreuzung aus Arabischem und Englischem Vollblut.
  • Das Warmblut
    Warmblüter sind die idealen Pferde für eine Vielzahl von verschiedenen Reitsportdisziplinen. Vom Gebäude her eher rechteckig angelegt, ist dieser Pferdetyp ebenfalls nicht allzu schwer und hat eine mittlere Größe. Raumgreifende Bewegungen charakterisieren die Grundgangarten von Warmblütern. Warmblutpferde sind in der Regel ebenfalls sehr arbeitsfreudig. Häufig wird in der Zucht das Warmblut mit Einkreuzen von Vollblütern veredelt. Dabei hängt das Temperament der Pferde erfahrungsgemäß mit der Menge an Vollblutvererbern im Stammbaum zusammen. Je mehr „Blut“ ein Pferd in seiner Ahnenliste hat, umso mehr Temperament hat es auch. Zu den bekanntesten Warmblütern zählen Hannoveraner, Oldenburger, Holsteiner, Trakehner und viele mehr.
  • Das Kaltblut
    Kaltblüter sind die „Kraftmaschinen“ unter den Pferden. Muskulöse und massige Körper kennzeichnen diese eher ruhigen Vertreter unter den Pferderassen. Robust und nervenstark sind sie die idealen Arbeits- bzw. Freizeitpferde. Angefangen über den verhältnismäßig kleinen Haflinger über Norweger und Friesen bis hin zur größten aller Pferderassen, dem eindrucksvollen Shire Horse sind bei Kaltblutrassen vielzählige unterschiedliche Persönlichkeiten vertreten.
  • Das Pony
    Kleine Pferde mit einem Stockmaß bis 148 cm gehören überwiegend zu den Ponys. Robust, kompakt und stämmig muten diese kleinen Vertreter der Pferderassen an. Vom Charakter her meist selbstbewusst und nervenstark sind Ponys liebgewonnene Partner für Hobbyreiter. Auch bei den Ponys gibt es zahlreiche verschiedene Rassen. Zu den bekanntesten zählen sicherlich die einzigartigen Isländer, die durch ihre regionale Isolation auch tatsächlich noch eine „reine“ Rasse repräsentieren. Aber auch Shetlandponys, die mit zu den kleinsten zählen, sind weit verbreitet und vor allem bei Kindern sehr beliebt.

Eine genaue Auflistung sämtlicher Pferderassen ist in der Fachliteratur zu finden. Aber auch im Internet gibt es zahlreiche interessante Informationen bzw. Angebote rund um das Thema Pferderassen. Lohnenswert sind vor allem Darstellungen von Pferderassen, welche mit eindrucksvollen Bildern untermalt sind. Hierbei entdeckt man häufig wahre Schmuckstücke unter den Pferden und so manche imposante Erscheinung sowohl bei den großen als auch bei den kleinen Rassepferden.

Sollten Sie auf der Suche nach qualitativen Reitzubehör sein – auf equiole.de werden Sie micht Sicherheit fündig!

Equiole.de