Alles rund ums Reitabzeichen

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Reitprüfungen in der Übersicht – Warum ein Reitabzeichen ablegen?

Viele Sportler sind ehrgeizig und verfolgen häufig in der von ihnen betriebenen Sportart selbst gesetzte Ziele. Auch im Pferdesport gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die eigenen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. In den unterschiedlichen Disziplinen, wie Dressur, Springen, Gelände, Vielseitigkeit, Westernreiten oder gar im Fahrsport treffen regelmäßig Wettkampffreudige auf unzähligen Turnieren aufeinander, um ihr Können untereinander zu vergleichen.

Voraussetzung für eine Turnierteilnahme ist in der Regel der erfolgreiche Abschluss einer Reitprüfung. Das Reitabzeichen gibt es in unterschiedlichen Kategorien und berechtigt zur Teilnahme an verschiedenen Reit- bzw. Fahrprüfungen auf Reitsportveranstaltungen. Doch auch für Nicht-Turnierreiter bietet das Absolvieren eines Reitabzeichens eine gute Gelegenheit, in intensiven Lehrgängen den Umgang mit dem Pferd zu vertiefen und persönliche Erfolge in der Kameradschaft mit dem vierbeinigen Freund zu verbuchen. Um zu zeigen, welche verschiedenen Reitabzeichen es gibt, werden hier die einzelnen Reitprüfungen in der Übersicht einmal zusammengefasst.

Reitprüfungen in der Übersicht – Grundsätzliches zum Reitabzeichen

Wer sich für die Teilnahme an einer Reitprüfung entscheidet, für den gibt es einiges Interessantes darüber zu wissen. Die wichtigsten grundlegenden Details lassen sich wie nachfolgend auf den Punkt bringen:

  • Das System der Reitabzeichen hat seit Jahrzehnten ein Upgrade erfahren. In einer überarbeiteten, neuen Aufstellung lösen die Reitabzeichen von 10 bis 1 die alte Anordnung der Reitprüfungen ab.
  • Eine Mitgliedschaft in einem Reitverein ist lediglich für die Reitabzeichen 5 bis 1 notwendig. Die Reitprüfungen der Abzeichen 10 bis 6 können ohne Vereinsmitgliedschaft abgelegt werden.
  • Grundsätzlich geht ein intensiver Lehrgang der Reitprüfung voraus. Diese Vorbereitungslehrgänge werden gemäß dem Schwierigkeitsgrad des Reitabzeichens angepasst und entsprechen dem jeweiligen Anforderungsniveau.
  • Für die Teilnahme an einem Reitabzeichen gibt es keine Altersbeschränkung. Das heißt, dass sich sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene jeder Altersklasse bei einer Reitprüfung vorstellen dürfen.
  • Für Pferde gilt hingegen schon eine Altersvorschrift: Für ein Reitabzeichen sind nur Pferde mit einem Mindestalter von 5 Jahren zugelassen. Außerdem muss der Ausbildungsstand des Vierbeiners mindestens den
    Pferd im Turnier

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    jeweils verlangten Anforderungen entsprechen.

  • Die Reitabzeichen, welche noch nach alter Systematik absolviert wurden, werden selbstverständlich entsprechend der neuen Systematik anerkannt. Bei der FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung) ist nachzulesen, welches „alte Reitabzeichen“ welchem neuen entspricht.
  • Bei der Prüfung zum Reitabzeichen wird sowohl ein praktischer- als auch ein theoretischer Teil verlangt. Der „theoretische“ Teil wird unterdessen durch die sogenannten „Stationsprüfungen“ ersetzt. Theoretisches Wissen wird hierbei auch unter praktischen Anwendungen abgefragt.

Was der Reiter können muss – Anforderungen der Reitprüfungen in der Übersicht

Wie bereits erwähnt, werden bei der Prüfung zum Reitabzeichen sowohl das reiterliche Vermögen in verschiedenen Disziplinen als auch die theoretischen Kenntnisse, welche auch praktisch demonstriert werden müssen, abgefragt. Je nach Reitabzeichen unterscheiden sich die Anforderungen selbstverständlich deutlich im Schwierigkeitsgrad. So lässt sich die Systematik der Reitabzeichen in zwei große Bereiche unterteilen:

  • Reitabzeichen der Kategorie 10 bis 6

Die Reitabzeichen 10 bis 6 sind durchweg besonders für Einsteiger, Kinder oder Freizeitreiter geeignet. Sie können in beliebiger Reihenfolge absolviert werden, die Ansprüche werden allerdings sowohl beim Reiten als auch bei den Stationsprüfungen mit fallender Nummer der Reitabzeichen stetig etwas höher. Die Reitausrüstung für die Teilnahme an den jeweiligen Reitprüfungen soll fachgerecht sein und den Sicherheitsanforderungen entsprechen. Eine Mitgliedschaft in einem Reitverein ist nicht erforderlich. Bei Nicht-Bestehen dürfen die Reitprüfungen auch mehrfach wiederholt werden. Noten gibt es nicht, lediglich die Bewertungen „bestanden“ und „nicht bestanden“.

 

    • Reitabzeichen der Kategorie 5 bis 1

Wer Ambitionen verfolgt, an einem Turnier teilzunehmen, für den sind die Reitprüfungen der höheren Klassen relevant. Die Reitabzeichen 5 bis 1 bauen systematisch aufeinander auf und können auch nur in der Reihenfolge der absteigenden Nummern absolviert werden. Zwischen dem Ablegen der jeweiligen Reitprüfung der verschiedenen Abzeichen müssen mindestens 3 Monate liegen. Eine Voraussetzung für die Teilnahme am RA 5 ist das erfolgreiche Bestehen der Reitabzeichen 6 und 7. Außerdem ist für das Anmelden zum Reitabzeichen der Kategorien 5 bis 1 eine Mitgliedschaft in einem Reitverein erforderlich. Das Bestehen der Reitprüfung ab dem Reitabzeichen 5 berechtigt zur Turnierteilnahme. Die Reitausrüstung für die Prüfung zum Reitabzeichen 5 bis 1 sollte den allgemeinen Turnierstandards entsprechen. Ab dem Reitabzeichen 5 ist eine disziplinspezifische Abnahme der Prüfung unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Bestanden ist ein Reitabzeichen ab Klasse 5, wenn sich aus allen Teildisziplinen mindestens eine Durchschnittsnote von 6,0 errechnet und keine Teilprüfung schlechter als mit 5,0 bewertet wird.

Für detaillierte Informationen empfiehlt es sich, direkt bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung nachzufragen. Für die passende Reitausrüstung lohnt es sich, einmal in unserem Online-Shop zu stöbern und sich das optimale Reitzubehör für das anstehende Reitabzeichen zusammenzustellen.

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