Fahren mit Pferdeanhänger – die wichtigsten Tipps und Tricks

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© Vladyslav Danilin/123rf.com

Mit Pferdeanhänger fahren – Tipps und Tricks

Als Pferdebesitzer kommt man sicherlich irgendwann in die Situation, seinen Vierbeiner von einem Ort zum anderen befördern zu müssen. Sei es für die Teilnahme an einem Turnier, für einen Tierarztbesuch oder ein sonstiges Vorhaben, eine Fahrt in einem Pferdeanhänger ist manchmal einfach notwendig. Mit dem entsprechenden Fahrzeug ausgestattet, ist ein Pferdetransport in der Regel unkompliziert und komfortabel. Mit manchem guten Tipp und kleinen hilfreichen Tricks ist das Fahren mit Pferdeanhänger entspannt und sicher.

 

Die richtige Vorbereitung

Bevor sich Pferd und Reiter in einem Gespann aus Zugfahrzeug und Pferdeanhänger auf den Weg machen, ist eine sorgfältige Vorbereitung ratsam. Beim Ankoppeln des Pferdeanhängers ist äußerste Sorgfalt geboten, damit es beim Fahren nicht zu gefährlichen Situationen kommen kann. Deshalb bitte genau überprüfen: Ist der Hänger richtig fest und eingerastet? Ist das Bremsseil richtig angebracht? Funktioniert die Beleuchtung? Sind die Reifen in Ordnung? Eine technische Überprüfung vor jeder Fahrt gehört beim sicheren Pferdetransport in jedem Fall dazu.

Auch der Schutz des Vierbeiners selbst ist Teil der Vorbereitung vor einer Hängerfahrt. Insbesondere die empfindlichen Pferdebeine und Hufe gilt es bei jedem Transport gewissenhaft zu schützen. Hierfür bieten wir geeignete Transportgamaschen an, die es bei uns online auf equiole.de – bequem zu bestellen gibt. Im Pferdeanhänger selbst sollten sich keine Gegenstände befinden, die dort während der Fahrt lose herumliegen. Ein trockener, trittfester Boden ist die Grundlage für einen sicheren Pferdestand im Verlauf des Transports.

 

Übung macht den Meister

Bevor die erste Fahrt mit Pferd ansteht, ist es besser, zunächst ohne Vierbeiner zu üben. Dabei lohnt es sich, sich auf privatem Gelände einmal selber in den Hänger zu stellen und ein paar Meter (sehr vorsichtig!) durch die Gegend fahren zu lassen. Hier merkt man, wie sich kleinste Bewegungen auf das Pferd während der Fahrt im Hänger auswirken.

Dann heißt es: Selbst Hand anlegen und das Steuer übernehmen. Eine Fahrt mit leerem Pferdeanhänger kann insbesondere einem ungeübten Fahrer etwas Sicherheit bringen, da sich hinter einem noch nichts bewegt. Bremsverhalten, Kurvenverhalten und Abstandswahrnehmung ändern sich, sobald sich ein Pferdeanhänger hinter dem Fahrzeug befindet. Mit der ein oder anderen Übungsfahrt ohne Pferd gewimmt man als Fahrer zunehmend an Erfahrung und kann dieses später dann auch auf die Fahrt mit Pferd übertragen.

 

Mit Pferd heil ans Ziel

Für ein entspanntes Fahren mit dem Pferdeanhänger gibt es hier noch weitere Tipps, die die Reise mit dem vierbeinigen Partner im Anhang deutlich erleichtern:

  • Nie unter Zeitdruck fahren!
    Schon ohne Pferdeanhänger ist eine hektische Autofahrt unter Zeitdruck unangenehm und nicht zu empfehlen. Mit Pferdeanhänger wird die Gefahr eines Unfalls noch deutlich gesteigert, weil man unter Zeitdruck schnell mal anfängt zu drängeln oder im Verkehr unbedacht agiert. Dieses ist nicht nur sehr unangenehm für das mitfahrende Pferd, sondern kann auch in gefährlichen Situationen enden. Deshalb eine mit Pferdeanhänger geplante Fahrt lieber zu pünktlich antreten, als auf den letzten Drücker.
  • Pferd richtig positionieren
    Häufig wird nur ein Pferd transportiert, auch in einem Doppelhänger. Hier empfiehlt es sich, den Vierbeiner auf die linke Seite des Vehikels zu stellen. So steht das Pferd sowohl in Rechts- als auch in Linkskurven quasi mittig auf der Fahrbahn. Auf der rechten Seite ist der Weg um eine Rechtskurve extrem eng und um eine Linkskurve entsprechend weiter. Die Position auf der linken Seite ist für das Pferd während der Fahrt wesentlich angenehmer, da es so den Kurvenverlauf besser ausgleichen kann.
  • Ablenkung, aber bitte nur für das Pferd
    Wer einen etwas hibbeligeren Kandidaten durch die Gegend chauffieren darf, ist gut beraten, diesen während der Fahrt etwas abzulenken. Manche Pferde neigen beim Hänger Fahren dazu, sich bemerkbar zu machen und unnötig herum zu hampeln, was den Fahrer nach einer Zeit ganz schön nerven kann. Mit einem Heunetz, dass sich nahezu in jedem Pferdeanhänger befestigen lässt, kann schon Abhilfe geleistet werden. Ein schmackhafter Snack während der Reise stellt so manchen Zappelphilipp ruhig.
  • Es rumpelt? Ruhe bewahren!
    Sollte sich die Unruhe im Pferdeanhänger während einer Fahrt nicht mehr nach normalem Ausgleichstreten anhören und es doch mal etwas intensiver Rappeln, dann gilt vor allem Eins: Ruhe bewahren! Bei lautem Gepolter ist es empfehlenswert, einmal anzuhalten und nach dem Rechten zu sehen. Meistens hat sich das Pferd lediglich vor etwas erschrocken, was sich durch kurzes Anhalten, ein paar beruhigende Worte und vielleicht ein kleines Leckerli wieder erledigt. Wenn wieder Ruhe eingekehrt ist, kann die Fahrt entspannt fortgesetzt werden.

Equiole.de