Was es zu beachten gibt, wenn der Hufschmied kommt

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Der Hufschmied – Spezialist für Pferdefüße

Wer ein Pferd besitzt, der ist für die regelmäßige Pflege der Hufe verantwortlich. Neben täglichem Auskratzen, Reinigen und Einfetten ist eine immer wiederkehrende Behandlung durch einen kompetenten Fachmann notwendig. Der Hufschmied kommt ca. alle 6 bis 8 Wochen in den Pferdestall, um sich der intensiven Hufversorgung des geliebten Vierbeiners anzunehmen. Dabei reicht seine Arbeit vom Raspeln über konventionelle Eisen bis hin zum therapeutischen Beschlag. Je nach den individuellen Bedürfnissen des Pferdes bietet der Hufschmied eine ganze Palette an ausgereifter Handwerkskunst, um den Vierbeiner optimal auf die Beine zu stellen. Was es dabei alles zu beachten gibt, wenn der Hufschmied kommt, wird im Nachfolgenden einmal erläutert.

 

Der richtige Zeitpunkt für einen Hufschmied

Eine generelle Regel, in welchen Abständen der Hufschmied am besten kommt, gibt es nicht. Da das Hufwachstum ähnlich wie beim Menschen das Wachstum der Nägel unterschiedlich schnell verläuft, sollte hier auf die individuellen Ansprüche des Pferdes geachtet werden. Außerdem hängt der Abstand zusätzlich davon ab, ob das Pferd beschlagen ist, oder nicht. Ein Pferd ohne Eisen kann erfahrungsgemäß etwas länger ohne Hufschmied auskommen, da sich der Huf durch direkten Bodenkontakt selber etwas abnutzt. Hier müssen die Hufe nur regelmäßig wieder in Form gebracht werden. Bei einem beschlagenen Pferd verhält sich das anders: Da sich der Huf durch das Eisen nicht selber abnutzt, wächst er ungebremst und muss daher in der Regel etwas eher vom Hufschmied wieder gekürzt werden. Dieses geschieht üblicherweise ca. alle 6 bis 8 Wochen. Ein dringender Besuch des Hufschmiedes ist angeraten, falls am Huf etwas ausbrechen sollte oder sich das Horn bereits über den Rand des Hufeisens wölbt. Verliert das Pferd ein Eisen, sollte der Hufschmied ebenfalls möglichst zeitnah bestellt werden.

 

Wenn das Pferd lahmt – Ein Hufschmied kann helfen

Der Hufschmied legt mit seiner Arbeit die Grundlage für die Pferdegesundheit – zumindest, was den Bewegungsapparat betrifft. Bei einem lahmenden Pferd kann der Hufschmied in manchen Fällen eher weiterhelfen, als ein Tierarzt. Vor allem, wenn die Ursache der Lahmheit aus dem Hufbereich zu kommen scheint. Möglicherweise befindet sich ein spitzer Gegenstand in der empfindlichen Sohle des Pferdes. Kann der Reiter diesen nicht selber entfernen, ist der Hufschmied der ideale Ansprechpartner und leistet erste Hilfe. Ebenso verhält es sich bei einem Hufgeschwür, was für den Vierbeiner äußerst schmerzhaft sein kann. Dieser meist kleine Entzündungsherd im Hufbereich wird auch von einem Hufschmied fachmännisch entfernt.

Sollte eine Lahmheit aus anderen medizinischen Gründen vorliegen, so hat der Hufschmied die Möglichkeit, über therapeutische – bzw. medizinische Hufbeschläge Einfluss auf den Bewegungsapparat des Pferdes zu nehmen und die tierärztliche Behandlung mit seinem Können zu unterstützen.

 

Angst vor dem Hufschmied

Wenn der Hufschmied kommt, schlägt so manches Pferdeherz schneller… nicht vor Freude, sondern in einigen Fällen vor Angst. Das einfache Raspeln erschreckt die Vierbeiner erfahrungsgemäß eher weniger, während das Brennen der Eisen bei dem ein oder anderen Kandidaten zu regelrechten Panikattacken führen kann. Das Knistern und der stark aufsteigende Qualm versetzen das sensible Pferd in Angst und Schrecken. Ein erfahrener Hufschmied weiß zu Genüge um solche Situationen und geht in solchen Fällen mit Ruhe und Geduld ans Werk. Kennt der Pferdebesitzer die Panik seines vierbeinigen Partners, so kann der Hufschmied im Vorfeld informiert werden und passt das Eisen möglicherweise ohne Brennen an. Sollte dieses nicht möglich sein, dann ist die letzte Option eine leichte Sedierung des Pferdes, damit der Hufschmied-Besuch ohne Komplikationen verläuft. Schließlich sollen Mensch und Tier diese regelmäßige Prozedur ja möglichst unbeschadet überstehen.

 

Den Hufschmied richtig unterstützen

Bevor der Hufschmied kommt, kann der Pferdebesitzer bereits im Vorfeld einige Kleinigkeiten vorbereiten. Sicherlich ist der Hufschmied dankbar, wenn die zu versorgenden Hufe sauber und trocken sind. Deshalb ist es sinnvoll, verdreckte oder verschlammte Pferdebeine vom Schmutz zu befreien, bevor der Hufschmied kommt. Dieses kann zum Beispiel nach einem Ausritt durch Pfützen oder nach einem matschigen Weidegang der Fall sein. Bestenfalls steht das Pferd vor dem Hufschmied-Besuch noch einige Zeit auf trockenem Untergrund, damit die Hufe möglichst nicht zu nass sind. Hat das Pferd ein Hufeisen verloren, bevor der Hufschmied eintrifft, sollte der Reiter sich auf die Suche nach dem verschwundenen Objekt machen. Der Hufschmied kann es dann in einigen Fällen wiederverwenden und muss kein neues Eisen anpassen.

Im Anschluss an den Hufschmied-Besuch freut sich der Pferdehuf sicherlich über eine wohltuende Pflege. Bedarfsgerechte Fette und Huföle für die unterschiedlichen Ansprüche der Pferde gibt es einfach online bei equiole.de. Hier findet der Pferdeliebhaber ein breitgefächertes Sortiment an Premium-Pflegeprodukten für die intensive Hufpflege.

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