Giftige Pflanzen für Pferde

thumbnail

©123rf.com

Auf der Wiese, beim Ausritt, auf dem Turnier und in zahlreichen anderen Situationen bieten sich Pferden immer wieder reichlich Gelegenheiten zum Naschen. Doch das domestizierte Hauspferd hat im Gegensatz zu seinen wildlebenden Artgenossen im Laufe der Zeit verlernt, Gut von Böse beim Fressen zu unterscheiden, so dass es an uns Menschen ist, unsere geliebten vierbeinigen Freunde vor giftigen Pflanzen für Pferde zu beschützen. Dieses stellt sicherlich keine schwierige Aufgabe dar, aber dennoch eine, die zum Wohle des Pferdes gewissenhaft erfüllt werden sollte. Wer diesbezüglich einige entscheidende Dinge beachtet, der wird sich lange an der Gesundheit seines tierischen Kameraden erfreuen können.

 

Giftige Pflanzen für Pferde erkennen und vermeiden

In ausgewählter Fachliteratur oder beispielsweise auch beim Tierarzt erfährt man genau, welche giftigen Pflanzen es für Pferde gibt. Bilder sind in der Regel immer sehr hilfreich, denn erfahrungsgemäß sind die meisten Pflanzen allein dem Namen nach eher unbekannt. Nichts desto trotz haben wir hier nachfolgend mal einige mehr oder weniger stark giftige Pflanzen für Pferde exemplarisch aufgelistet:

  • Eibe, Tollkirsche, Adlerfarn, Buche, Buchsbaum, Lebensbaum, Eiche, Eisenhut, Goldregen, Gefleckter Schierling, Fingerhut, Herbstzeitlose, Ilex, Stechapfel, Narzisse, Kirschlorbeer, Kartoffel, Liguster, Raps, Schöllkraut, usw. sind stark giftige Pflanzen für Pferde! Von der ganzen Pflanze bis in einzelne Bestandteile verfügen die aufgezählten Arten über unterschiedliche Komponenten, die für Pferde sehr giftig sind.
  • Jakobskreuzkraut, Efeu, Bärenklau, Hortensien, Klatschmohn, Maiglöckchen, Krokusse, Lupinen, Rosskastanien, Schneebeeren, Schneeglöckchen, Tulpe, Wermut, uvm. sind weitere Beispiele für giftige Pflanzen für Pferde. Diese Pflanzen sind nicht ganz so giftig für Pferde wie die oben aufgelisteten Exemplare, können bei Verzehr aber dennoch zu erheblichen gesundheitlichen Schäden bei Pferden führen.
  • Lorbeer, Waldmeister sowie Hyazinthe sind als Beispiele bei den eher schwach giftigen Pflanzen für Pferde einzuordnen, sorgen aber auch insbesondere beim Verzehr von größeren Mengen oder über einen längeren Zeitraum für Vergiftungserscheinungen beim Pferd.

Die hier aufgelisteten giftigen Pflanzen für Pferde bieten nur einen kleinen Überblick und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Ganz wichtig: Wer sich detailliert informieren möchte, sollte geeignete Fachliteratur zu Rate ziehen oder sich an kompetente Ansprechpartner – wie beispielsweise den Tierarzt – wenden!

Als allgemeiner Tipp lässt sich aber mit Sicherheit sagen: Wer sich zum Beispiel bei dem Kontrollgang über die Wiese nicht sicher ist, ob es sich bei einem verdächtigen Kandidaten wirklich um eine Giftpflanze handelt oder nicht, der sollte besser gar kein Risiko eingehen und das unbekannte Grünzeug entfernen. Grundsätzlich gilt: Was ich nicht kenne, esse ich nicht bzw. lasse ich von meinem Pferd nicht fressen!

 

Giftige Pflanzen für Pferde – Was tun bei Vergiftungserscheinungen?

Der Verzehr von giftigen Pflanzen kann bei Pferden sogar bis zum Tod führen. Bis es aber tatsächlich soweit kommt, zeigt das Pferd üblicherweise vorher deutliche Auffälligkeiten, sei es körperlich oder vom Verhalten her: Angefangen bei einfachem Zittern über erhöhte Schreckhaftigkeit, Atemnot, Gleichgewichtsstörungen, Lähmungserscheinungen bis hin zu Durchfall (durchaus auch blutig), Krämpfen, Kolik, Magen-Darm-Entzündungen, Nierenerkrankungen, Fieber, Panikattacken, Herzrasen etc. deuten diese oder ähnliche Krankheitsbilder auf das Fressen einer Giftpflanze hin.

Sollte das Pferd derartige gesundheitliche Anzeichen oder anderes ungewöhnliches Verhalten zeigen, muss (!) umgehend der Tierarzt gerufen werden. Aufgrund der bei Pferden mangelnden Fähigkeit des Erbrechens ist die Hilfe eines Veterinärs im Falle des Verzehrs einer giftigen Pflanze für Pferde zwingend erforderlich. Idealerweise kann dem Tierarzt konkret mitgeteilt werden, um welche Giftpflanze es sich handelt, die der Patient vermutlich gefressen hat. Dadurch kann sehr zeitnah gezielt geholfen und möglicherweise Schlimmeres verhindert werden.

 

Fazit zum Umgang mit giftigen Pflanzen für Pferde

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass durch einige grundlegende Verhaltensweisen Vergiftungen bei Pferden recht einfach vermieden werden können. Bei regelmäßigen Kontrollgängen durch Reiter und Reiterinnen über Wiesen oder Paddocks sollten auffällige oder unbekannte Pflanzen vorsichtshalber entfernt werden. Wer mit seinem Pferd unterwegs ist, sollte dieses nichts Anknabbern lassen, bei dem man sich nicht sicher ist, ob es für das Pferdewohl verträglich ist. Darüber hinaus haben Zierpflanzen in der näheren alltäglichen Umgebung von Pferden nichts zu suchen. Auf einem Turnier ist diesbezüglich besondere Sorgfalt geboten, damit der Vierbeiner bei einem verlockenden Blumentopf nicht doch einmal beherzt zubeißt.

Für den Fall der Fälle heißt es Ruhe bewahren, den Tierarzt unverzüglich konsultieren und die giftige Pflanze für Pferde möglichst identifizieren. Um weitere Unfälle zu verhindern, ist es wichtig, die Quelle des Übels zu finden. Auch in Futter wie Silage können versehentlich giftige Pflanzen für Pferde gelangen, weshalb sich auch eine Futteranalyse eventuell als sinnvoll erweisen kann.

Equiole.de