Dressurübungen als Basis für erfolgreiches Reiten

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Auch für Nicht-Kenner der Reitsportszene ist es immer wieder ein schöner Anblick, die zwei- und vierbeinigen Dressurprofis bei großen Reitsportveranstaltungen im Rhythmus der Musik harmonisch durch das Viereck „tanzen“ zu sehen. Doch bis dieser hohe Grad an Können erreicht ist, ist es ein sehr langer Weg. Neben jeder Menge Talent ist die Basis für das hochklassige Dressurreiten hartes Training und sehr viel Disziplin. Ein systematscher Aufbau und eine dem individuellen Fortschritt angepasste Steigerung des Niveaus von Pferd und Reiter wird durch zahlreiche unterschiedliche Dressurübungen gefördert. Um einen kleinen Überblick über die breite Vielfalt der Dressurübungen zu erhalten, sind an dieser Stelle einige grundlegende Details zu diesem Thema aufgeführt.

Dressurübungen im systematischen Aufbau

Egal, welche Disziplin von Pferd und Reiter angestrebt wird, die Dressur ist die gymnastizierende Basis für jegliches Reiten. Ob als Spezialdisziplin oder ob als Fundament für das Springreiten oder die Vielseitigkeit, die korrekte Ausführung der Dressurübungen ist sowohl die Grundlage für die Ausbildung eines jungen Pferdes als auch Voraussetzung für die Rittigkeit des vierbeinigen Sportskameraden.
Unterteilen lassen sich die Dressurübungen abhängig vom Niveau nach verschiedenen Kategorien. So gibt es beispielsweise verschiedene Seitengänge, Verstärkungenoder auch Versammlungsgrade. Die Schwierigkeitsstufen der Dressurübungen sind auf die sogenannte Skala der Ausbildung bei Pferden abgestimmt. Viele Dressuraufgaben bauen aufeinander auf. Die langsam steigenden Ansprüche an das Gymnastizieren des Pferdes fördern einen konsequenten Aufbau der Muskulatur bei gleichzeitiger Verbesserung der Beweglichkeit. Takt, Anlehnung, Selbsthaltung, Balance und Losgelassenheit werden über gezielt eingesetzte Dressurübungen erreicht.

Freude an der Vielfalt der Dressurübungen

Sattel mit Steigbügeln auf einem Rücken der Pferde

© Eleonora Vatel/123rf.com

Die Vielseitigkeit der Dressurübungen hat aber nicht nur den Zweck, die Rittigkeit eines Pferdes zu verbessern: Viele verschiedene Dressurlektionen bringen Abwechslung ins Training für Pferd und Reiter und machen vor allem eins: Spaß! Bei stetiger Wiederholung und konsequenter Rückkehr zu den Wurzeln der Ausbildung werden die Dressurübungen zunehmend leichter auszuführen sein und das sportliche Gespann kann sich am hart erarbeiteten Fortschritt erfreuen.
Die Basis der Dressurübungen bilden grundsätzlich Tempiwechsel und Übergänge zwischen den unterschiedlichen Gangarten. Durch den richtigen Einsatz von Paraden lernen Reiter und Pferd, beim Durchparieren in eine langsamere Gangart aufeinander zu hören und die Hilfen fein aufeinander abzustimmen. Auch beim Zulegen und Versammeln wird die Aufmerksamkeit des Pferdes gefördert, denn das gleiche Tempo über einen längeren Zeitraum beizubehalten ist nicht nur ermüdend, sondern auch ineffizient. Reitet man aber konsequent Tempounterschiede oder regelmäßig Übergänge vom Halten bis hin zur Galopparbeit, wird die Muskulatur des Pferdes an der richtigen Stelle angeregt und der Wille zur Mitarbeit mit zunehmender Geschmeidigkeit gesteigert.
Hat das Pferd erst einmal einen gewissen Grad an Lockerheit erreicht, so kann der Anspruch an die Dressurübungen langsam gesteigert werden. Leichte Seitengänge bieten sich dafür an, sollten aber aus physiologischen Gründen wirklich erst eingesetzt werden, wenn das Pferd bereits aufgewärmt ist. Gelenke und Bänder sind dann belastungsfähiger und das Verletzungsrisiko ist minimiert. Angefangen bei Schenkelweichen über Schulterherein bis hin zu Traversalen steht neben der Koordination die Rippenbiegung bei Seitengängen im Vordergrund. Korrekte Stellung und Biegung bilden die Voraussetzung für die Steigerung des Schwierigkeitsgrades der seitwärts gerichteten Dressurübungen.
Für fortgeschrittene Reiter und Pferde kommen Dressurübungen wie die Versammlung dazu. Die Krone des Versammlungsgrades bildet die Passage oder die Piaffe. Als Königslektion wird dieses nur noch durch eine Pirouette in der Versammlung gesteigert.

Das richtige Equipment für eine entspannte Ausführung von Dressurübungen

Damit Dressurübungen von Pferd und Reiter optimal ausgeführt werden können, ist eine einwandfreie Ausrüstung Grundvoraussetzung. Ein ideal liegender Sattel ist selbstverständlich und auch ein auf das Pferd abgestimmtes Reithalfter darf bei der Reitausstattung nicht fehlen. Für die Feinabstimmung mit dem Pferdemaul steht eine breite Palette an Pferdegebissen zur Auswahl. Damit die Dressurübungen sensibel durchgeführt werden können, sollte der Reitlehrer oder ein anderer Spezialist die Entscheidung für das zu Pferd und zur Reiterhand passende Gebiss mittragen.
Für anspruchsvollere Dressurübungen, wie Verstärkungen oder Seitengänge, empfiehlt es sich insbesondere Pferde mit Hufeisen zusätzlich mit Gamaschen oder Bandagen auszustatten. So werden die empfindlichen Pferdebeine vor eigenen Tritten und somit vor Verletzungen optimal geschützt. Zusätzlich verfügen Bandagen noch über eine unterstützende Funktion der Weichteile im Pferdebein. Auch Dressurglocken für die Hufe gehören zu einer soliden Grundausstattung bei Dressurübungen dazu, denn mit deren Hilfe wird vermieden, dass sich das Pferd aus Versehen die eigenen Eisen abtritt. Eine große Auswahl an Reitsportartikeln für die Dressur und darüber hinaus findet der interessierte Reiter ganz einfach im Internet auf equiole.de.

Equiole.de